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Digitales Leben

Warum es den «Daumen-runter» bei Facebook braucht

Fotos: Keystone
Facebook experimentiert mit einer «Gefällt-mir-nicht»-Funktion, allerdings nur im Messenger. Unser Autor will das Feature aber fürs richtige Facebook.
von am

Facebook ist alles andere als ein Ort der Harmonie: Ständig teilt irgendjemand FakeNews und es gibt politische Streitereien in den Kommentarspalten. Umso verwunderlicher ist, dass Facebook-Chef Mark Zuckerberg mir weismachen will, sein Netzwerk sei kein Ort für negative Stimmung.

Mit diesem Argument lehnte er nämlich stets den Wunsch der Nutzer nach einem «Gefällt mir nicht»-Button ab. Nur den prominent platzierten «Daumen hoch» gibt es. Doch jetzt experimentiert Facebook mit der «Daumen runter»-Version, allerdings nur im Facebook-Messenger.

Ich frage mich, warum Zuckerberg so zögerlich ist. Das ständige Verbreiten von Gute-Laune-Emotionsbildern geht mir schon länger mächtig auf die Nerven. Was ich dringend brauche, ist der «Daumen runter» im richtigen Facebook, nicht nur im Messenger. Wenn mal wieder jemand zu viele kitschige Urlaubsbilder postet oder nicht aufhört, ständig peinliche Hundevideos zu teilen, wäre der Moment, in dem ich den neuen «Daumen runter»-Button drücken würde. Gnadenlos und ohne Reue.

Einen weiteren Vorteil hätte der Button gleich auch noch: Er würde zeigen, wie ehrlich und belastungsfähig meine Freundschaften auf Facebook tatsächlich sind. Nach dem Motto: Wie viel Kritik und Widerspruch halten sie aus?

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