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Bits & Coins

Ethereum-Start-up Humaniq geht nach Luxemburg statt nach Zug

Humaniq: Eine App für jene ohne Bankenzugang.   zvg
Humaniq heisst das neuste Blockchain-Projekt. Die Macher wollen eine Banken-App für Leute ohne Zugang zu Bankdienstleistungen bauen.
von am

Zuletzt gab es für die Standortförderer von Zug fast nur Erfolgsmeldungen. Im Zweiwochentakt siedelten sich zuletzt junge Blockchain-Projekte im Schweizer Crypto-Valley an. Nun gab es für einmal einen kleinen Dämpfer. Humaniq wählt als Gründungsort nicht  Zug, sondern geht nach Luxemburg. «Das rechtliche Umfeld ist dort besser gewesen», heisst es aus dem Umfeld des Start-ups.

Humaniq will eine Banking-App mit eigener Währung erschaffen, welche digitale Finanzdienstleistungen in Regionen ermöglicht, in denen die klassische Bankeninfrastruktur beschränkt ist. Um dieses Ziel zu erreichen, setzt Humaniq einzig auf das Smartphone. User können sich biometrisch mit Hilfe der Handykamera – ohne Ausweise – registrieren lassen und erhalten einmalig einen Betrag der neuen Währung.

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Die neue Währung kann dann wie andere neue digitale Währungen beliebig und ohne zentrale Instanz zwischen den Nutzern verschoben werden. Da jeder Mensch nur einmal diesen Startbetrag erhält, ist die Geldmenge beschränkt.

Um die Entwicklung des Projekts zu finanzieren, führt Humaniq in den nächsten Tagen ein Crowdfunding durch und hofft auf Einnahmen von einigen Millionen Franken. Technologisch stützt sich Humaniq auf die Software-Plattform Ethereum, deren Stiftung in Zug domiziliert ist. Ethereum ist eine öffentliche Blockchain ähnlich jener von Bitcoin, erlaubt aber komplexere Anwendungen.