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Warnung

In Europas Häusermärkten blubbern die Blasen

Überbauung in London: Der britische Häusermarkt ist überhitzt. Keystone
Die Europäischen Aufsichtsbehörden sind besorgt. In vielen EU-Ländern droht eine Immobilienblase. Acht Staaten sind besonders gefährdet.
von am

Der Markt für Wohnimmobilien droht nach Einschätzung der europäischen Risikowächter in vielen EU-Ländern zu überhitzen, allerdings nicht in Deutschland. In Dänemark, Österreich, Belgien, Finnland, Luxemburg, Schweden, den Niederlanden und in Grossbritannien bestünden mittelfristig Risiken wegen überschiessender Immobilienpreise oder einer zu starken Verschuldung der Haushalte, teilte der Europäische Ausschuss für Systemrisiken (ESRB) am Montag mit.

Der Ausschuss habe an diese Länder entsprechende Schreiben gesandt. Der ESRB dient als Frühwarnsystem für Probleme im Finanzsektor.

EZB setzt auf Niedrigzinsen

Die Europäische Zentralbank (EZB) hält die Zinsen im Euro-Raum schon seit langem sehr niedrig – der Leitzins liegt seit März sogar auf dem Rekordtief von Null Prozent. Dadurch sind die Kosten für Kredite gesunken. Investments in Wohnimmobilien wurden besonders attraktiv. Als Folge sind die Preise für Wohneigentum in vielen Ländern nach oben geschnellt, vor allem in Ballungszentren.

Dadurch steigt die Gefahr, dass Haushalte bei wieder steigenden Zinsen Schwierigkeiten bekommen, Hypotheken-Schulden zu begleichen. Der bei der EZB angesiedelte und von Notenbank-Chef Mario Draghi geleitete ESRB kann an die Länder Empfehlungen aussprechen. Bindende Wirkung haben diese jedoch nicht.

(reuters/mbü)

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