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Einschätzung

Roboter schieben das Geschäft von ABB an

ABB-Roboter: Für den Industriekonzern ist es ein Wachstumsgeschäft. Keystone
ABB hat zwei schwierige Jahre hinter sich, und auch im laufenden Jahr erwartet CEO Ulrich Spiesshofer viel Gegenwind. Doch es gibt auch Lichtblicke – vor allem Industrieroboter verkaufen sich gut.
von am

Der Industriekonzern ABB sieht sich seit längerer Zeit mit einem widrigen Marktumfeld konfrontiert und ist in den vergangenen zwei Jahren umsatzmässig geschrumpft. CEO Ulrich Spiesshofer geht auch für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2016 von insgesamt schwierigen Märkten aus, zeigt sich aber dennoch vergleichsweise zuversichtlich. Hoffnung schöpft er unter anderem aus den Fortschritten mit den Kostensenkungsprogrammen, aus neuen Produkten oder aus zweistelligen Wachstumsraten in Märkten, in denen Wachstumsinitiativen gestartet worden sind, wie er in einem Interview mit AWP erklärte.

ABB spürt laut Spiesshofer noch immer den Gegenwind der Mäkte. So habe etwa die Öl- und Gasbranche die Talsohle noch nicht durchschritten, auch wenn es vereinzelte Nachfragesignale gebe. Sehr gut läuft es dagegen im Geschäft mit Robotern. Und in den Märkten, wo ABB Wachstumsinitiativen ergriffen hat, sei die Umsatzzuhnahme jeweils zweistellig.

Keine Angst vor Arbeitsplatzverlust

Zur kontrovers diskutierten Frage, ob die zunehmende Automatisierung und Roboterisierung zu einer Abnahme oder einer Zunahmen der Arbeitsplätze führen werde, sagte Spiesshofer: «Zwar sind in der Vergangenheit durch Technologie-Sprünge gewisse Tätigkeiten verschwunden, aber das Arbeitsvolumen insgesamt hat immer zugenommen. Noch nie gab es mehr Beschäftigung als heute und ich bin überzeugt, dass sie gerade aufgrund der steigenden Automatisierung weiter zunehmen wird, so paradox das klingt.»

(awp/mbü/hon)

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