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Luftfahrt

Der neue Stolz der Swiss ist in Zürich gelandet

Die neue Boeing 777 der Swiss ist in Zürich angekommen. Der Flieger markiert den Aufbruch in eine neue Ära. Zahlreiche Begeisterte verfolgten den Anflug, darunter auch der künftige CEO Thomas Klühr.
von am

Das neue Langstreckenflugzeug der Swiss ist am Freitagmorgen kurz nach 9 Uhr in Zürich gelandet. Die Boeing 777-300ER machte zuerst einen Tiefflug über die Piste 16/34 begleitet von zwei Kampfflugzeugen und landete nach einer Kurve auf dem Flughafen Zürich, wo die Maschine traditionell von der Feuerwehr mit einer Wassertaufe empfangen wurde.

Die Landung hatte hunderte Flugzeugfans, Schaulustige, Prominente und Journalisten angelockt. Auch der künftige Swiss-Chef Thomas Klühr verfolgte das Spektakel vom Boden aus.

Neues Flaggschiff

Die Maschine ist das neue Flaggschiff der Swiss. Insgesamt hat die Schweizer Fluggesellschaft neun Boeing 777 bestellt, welche bis 2018 die bisherigen Langstreckenflieger des Typs Airbus A340 ersetzen sollen. Die Boeing 777 fasst 121 Passagiere mehr als die A340. Total hat sie 340 Sitze, davon 8 in der Ersten Klasse, 62 in der Businessklasse und 270 in der Economy.

Zudem hat die Boeing mit 945 Kilometern pro Stunde eine um 45 km höhere Spitzengeschwindigkeit als der bisherige Airbus A340. Zusätzlich ist die Reichweite der auch Triple Seven genannte Maschine um 4000 Kilometer grösser. Überdies verbraucht sie 23 Prozent weniger Flugbenzin pro Sitzplatz.

Zehnerreihe in der Economy

Die Passagiere können sich in der Ersten und in der Businessklasse über mehr Komfort freuen. In der Economy rücken sie indes näher zusammen. Neu sitzen sie dort in einer Zehnerreihe. Zudem ist der Sitzabstand mit knapp 79 Zentimetern um 2,5 cm kleiner als im Airbus A340.

Dennoch verspricht die Swiss mehr Beinfreiheit. Ein Grund sei «die verbesserte Konstruktion und Geometrie des Sitzes». Zudem befänden sich unter den Sitzen keine Boxen von Bordunterhaltungssystemen mehr. Der «Einsatz neuester Sitzkissentechnologie» erhöhe zudem den Komfort.

Hohmeister holte den Flieger ab

Noch-Swiss-Chef Harry Hohmeister liess es sich nicht nehmen, selbst in die USA zum Boeing-Werk nach Everett in der Nähe der Stadt Seattle in den Bundesstaat Washington zu reisen und die neue Boeing 777-300 ER abzuholen. «Dies ist ein Highlight in meinem Berufsleben», sagte er.

Die Boeing vom Typ 777 gibt es seit rund 20 Jahren, das ER-Programm existiert seit etwa 10 Jahren. Das Kürzel ER steht für «extended range». Die Produktion eines solchen Flugzeugs dauert im Boeing-Werk 46 Tage. Allein im vergangenen Jahr haben 98 Boeing 777-300ER das Werk verlassen. Für dieses Jahr sollen es genauso viele werden.

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