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Alarmmodus

Chinesen zensieren «Panama Papers» im Web

Chinas Machthaber drehen im roten Bereich: Die «Panama Papers» mit Enthüllungen über Briefkastenfirmen auch von Verwandten hoher chinesischer Amtsträger werden im Internet geblockt.
von am

Chinas Zensur hat die «Panama Papers» mit Enthüllungen über Briefkastenfirmen auch von Verwandten hoher chinesischer Amtsträger im Internet geblockt. In sozialen Medien wurde die Suche nach «Panama Papers» oder den Namen der Genannten verhindert.

Nach Informationen der «China Digital Times» in Hongkong wies die Zensur die Staatsmedien an, Berichte über die Offshore-Firmen in Steueroasen zu suchen und diese zu löschen. Es wurde mit ernsten Konsequenzen gedroht, sollten dennoch Informationen auf Webseiten gefunden werden.

Links ins Politbüro

Medien aus rund 80 Staaten veröffentlichen seit Sonntag Informationen über weitreichende Geldgeschäfte mit Briefkastenfirmen in Steueroasen. Die von einer anonymen Quelle übermittelten Daten stammen von einer Kanzlei in Panama, die Offshore-Firmen vermittelt.

Vom Datenleck betroffen sind den Berichten zufolge auch «Verwandte von mindestens acht gegenwärtigen oder früheren Mitgliedern des Ständigen Ausschusses des chinesischen Politbüros».

(sda/chb)

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