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Rückzug

Kandidat will doch nicht in Sika-Verwaltungsrat

Sika-Fässer: Der Konzern kommt nicht zur Ruhe.  Keystone
Beim Baustoffkonzern streckt der designierte neue Verwaltungsrat Chris Tanner die Waffen. «Ich habe meine Kandidatur zurückgezogen», teilt er mit. Er war der Kandidat der Gründerfamilie.
von am

Chris Tanner war zusammen mit Max Roesle Mitte Dezember von der Schenker Winkler Holding respektive der Sika-Gründerfamilie Burkard als Ersatz für andere Verwaltungsräte vorgeschlagen worden, welche sich gegen den Verkauf von Sika an die französische Saint-Gobain-Gruppe stellten. Tanner ist Finanzchef des italienischen Pharmaunternehmens Cosmo.

Vor einigen Tagen hätten ihn seine langjährigen Freunde Urs Schenker und Willi Leimer gebeten, sich als Mitglied eines möglichen neuen Verwaltungsrats von Sika zur Verfügung zu stellen, so Tanner in einem Schreiben an die Nachrichtenagentur AWP. «Ich habe vorerst zugesagt. Danach sind wir uns aber alle einig geworden, dass die von mir verlangten Zusicherungen im Hinblick auf eine effektive Unabhängigkeit wahrscheinlich nicht gewährt würden. Daher habe ich meine Kandidatur zurückgezogen», begründet Tanner die Entscheidung.

Widerstand gegen St. Gobain

Seit dem 8. Dezember ist bei Sika der Wurm drin. Die französische Saint-Gobain-Gruppe gab damals bekannt, indirekt sämtliche von der bisherigen Hauptaktionärin gehaltenen Aktien zu übernehmen. Sie waren bisher in der Hand der Eigentümerfamilie Burkard, Saint-Gobain will 2,75 Milliarden Franken dafür zahlen. Der Verwaltungsrat und das Management stellen sich jedoch dagegen und drohen mit dem Absprung.

(awp/sda/se/me)

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