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Währung

Weltweit handeln 300 Firmen mit Bitcoins

Bitcoin: Trotz des Booms nimmt die virtuelle Währung immer noch einen Nischenplatz ein. (Bild: Keystone)
Eine Gesellschaft in Schweden hat die weltgrösste Datenbank von Bitcoin-Unternehmen zusammengestellt. In der Liste befinden sich spezielle Börsen und Glücksspielanbieter.
von am

Eine skandinavische Risikokapitalgesellschaft hat nach eigenen Angaben die weltweit grösste Sammlung von Bitcoin-Unternehmen zusammengestellt. In der Datenbank seien mehr als 300 Firmen vertreten, die mit der digitalen Währung handelten, erklärte die in Stockholm ansässige Creandum. Die aufgelisteten Bitcoin-Geschäfte reichten von speziellen Börsen über Bezahlfirmen bis hin zu Glücksspielanbietern. Ziel des Verzeichnisses sei, Unternehmern und Investoren einen Überblick über die Branche zu geben und sie für die Weiterentwicklung des Systems zu begeistern. Bitcoins dienen als virtuelles Zahlungsmittel, gelten aber noch als Nischenangebot.

Furcht vor Blasenbildung

Seit seiner Einführung Anfang 2009 hat das Bitcoin-System immer mehr Anhänger vor allem unter Bank-Skeptikern gefunden. Kritiker hingegen warnen, dass die Online-Währung auch zur Geldwäsche genutzt werden kann und dass Verbraucher bei Verlusten auf sich allein gestellt seien. Der Wert von Bitcoins ist nicht an eine reale Währung wie den Dollar oder den Euro geknüpft, sondern wird allein durch Nachfrage bestimmt. Unlängst wurden pro Stück mehr als 1000 Dollar fällig nach rund 10 Dollar Anfang 2013. Zweifler fürchten deshalb auch die Bildung einer Blase.

Hype oder neu Ära

Ob es sich bei den Bitcoins um einen Hype oder den Beginn einer neuen Ära handele, werde sich erst in den kommenden Jahren zeigen, räumte Joel Eriksson Enquist von Creandum ein. Sein Unternehmen habe selbst bisher noch in keine Bitcoin-Firmen investiert, sieht sich einige aber genauer an. «Dieses und nächstes Jahr muss sich Bitcoin als Bezahlsystem bewähren.» Das Ergebnis sei jedoch noch offen. Der Wagniskapitalgeber setze darauf, dass die offene Bitcoin-Datenbank wie die Online-Enzyklopädie Wikipedia funktioniere und mit immer mehr Beteiligten beständig wachse.

(reuters/dbe)

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