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Interview

«Bitcoins sind überhaupt keine Alternative»

Jens Weidmann: «Bitcoins sind sicherlich nicht risikoarm.» (Bild: Keystone)
Kursschwankungen, Intransparenz: Die virtuelle Währung hat viele Nachteile. Zu den Skeptikern gehört auch der deutsche Notenbankchef Jens Weidmann. Er kritisiert auch die Spekulation mit Bitcoins.
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Die deutsche Notenbank warnt vor der Internetwährung Bitcoin. «Bitcoins sind doch überhaupt keine Alternative zu unserem Geld. Sie sind als Zahlungsmittel ein absolutes Nischenprodukt», sagte Bundesbankpräsident Jens Weidmann der «Wirtschaftswoche».

Das treibende Motiv hinter der derzeitigen Nachfrage nach Bitcoins scheine ihm eher die Hoffnung auf eine hohe Rendite zu sein. «Was Anlagen in das Internet-Geld Bitcoin angeht, wäre ich vorsichtig: Wegen der starken Kursschwankungen und der geringen Tiefe und Intransparenz des Marktes sind diese sicherlich nicht risikoarm», sagte Weidmann.

Bitcoin-Nutzer hatten zuletzt einige Rückschläge hinnehmen müssen. In China untersagte die Regierung Finanzinstituten den Handel mit dem Digitalgeld. In Norwegen wird die Internetwährung mit Steuern belegt. Die norwegische Regierung erkennt die Coins nicht als echtes Geld an, sondern stuft sie als Vermögen ein, das unter die Kapitalertragssteuer fällt.

(sda/jev/vst)

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