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Studie

Grosse Wohnungen um Zürich werden günstiger

Schweizer Immobilienmarkt: In Genf und Zug sind die Kaufpreise am höchsten. Keystone
Der zunehmende Überfluss an Wohnungen in der Schweiz zeigt erste Folgen in den Ballungszentren.
von am

So viele Wohnungen wie im laufenden Jahr standen in der Schweiz seit 1999 nicht mehr leer. Beim Grossteil der fast 65'000 Einheiten handelt es sich um Mietwohnungen, während die Leerstände beim Wohneigentum nach wie vor tief sind. Doch auch in diesem Segment sind immer mehr Objekte verwaist, wie der Agglomerationsbarometer der «Handelszeitung» und ImmoScout24 zeigt.

So sind die Preise für grosse Eigentumswohnungen mit 4,5 bis 5 Zimmern in den Immobilien-Gürtel um die grössten Schweizer Städte Zürich, Genf und Basel im letzten Quartal um zwischen 4 und 6,5 Prozent eingebrochen (siehe Grafik oben). Die tieferen Verkaufspreise in der Agglomeration lassen sich mit einem verbesserten Angebot in den Kernstädten erklären. «Die Wohnlage ist insbesondere dann attraktiv, wenn in den Zentren kein Wohneigentum verfügbar ist oder nur zu exorbitanten Preisen», sagt ImmoScout24-Direktor Martin Waeber.

Teure Hot-Spots

Steigt dagegen das Angebot in den Städten, zieht es die Käufer wieder dorthin zurück, selbst wenn die Agglomerationen verlockende Standortvorteile bieten. Zu denken ist an die gute Anbindung an die Zentren mit den privaten und öffentlichen Verkehrsmitteln oder die grössere Nähe zu Naturräumen, die sich positiv auf die Lebensqualität auswirkt. Anders als Stockwerkeigentum sind Einfamilienhäuser in den Städten und auch in den Agglomerationen weiterhin sehr gesucht und entsprechend teuer.

Hier finden Sie die Grafik in hoher Auflösung.

Im schweizweiten Top-Ten-Ranking der teuersten Agglomerationen rangieren die bekannten Hot-Spots Genf, Zug, die Region Vevey/Montreux, aber auch Zürich den vordersten Rängen. Die Analyse umfasst 28 Ballungsräume des Bundesamts für Statistik (BFS) mit mehr als 50000 Einwohnern.

Agglomations-Barometer

Der neue Agglomerations-Barometer der «Handelszeitung» und ImmoScout24 zeigt den arithmetischen Mittelwert der durch die Verkäufer deklarierten Verkaufspreise und umfasst alle im entsprechenden Quartal und in den Ballungsräumen inserierten Objekte auf dem Immobilien-Online-Portal.