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Fussball

Rückschlag für Fifa-Reformprozess

Fifa-Hauptsitz in Zürich: Es rumort einmal mehr hinter den Kulissen. (Bild: Keystone)
Ein Mitglied der Reformkommission des Fussball-Weltverbandes tritt zurück – und widerspricht zudem Aussagen des Basler Rechtsprofessors und Kommissionschefs Mark Pieth.
von am

Der Reformprozess des Weltfussballverbandes Fifa erleidet einen zünftigen Rückschlag. Alexandra Wrage, Mitglied der elfköpfigen FIFA-Reformkommission (IGC) unter Leitung des Basler Rechtsprofessors Mark Pieth, ist von ihrem Amt zurückgetreten. Die Anwältin aus Kanada ist Gründerin und Präsidentin von «Trace», einer Non-Profit-Organisation, die auf Anti-Korruption spezialisiert ist.

Die Fifa selber wollte sich zum Rücktritt nicht äussern: «Wir geben dazu keinen Kommentar ab, das ist eine interne Sache des IGC», sagt Fifa-Mediendirektor Walter De Gregorio auf Anfrage.

An soliden Governance-Empfehlungen «uninteressiert»

Während Mark Pieth öffentlich verkündete, Wrage trete darum zurück, weil der Aufwand zu gross werde, sagte die ehemalige Fifa-Beraterin zu handelszeitung.ch: «Um einen Einfluss zu haben, müsste die Reformkommssion substantiell und nachhaltig arbeiten könnnen.» Diese Arbeit müsste von der Fifa-Führung willkommen geheissen und unterstützt werden.

Auf die Bemerkungen von Pieth angesprochen, sagt sie: «Es ist wahr, dass ich das nicht als Vollzeitjob machen kann. Aber ebenso wahr ist, dass die Fifa an pragmatischen, soliden Governance-Empfehlungen uninteressiert zu sein scheint. Daran wird sich nichts ändern, egal, wie sehr ich mich bemühe.»

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