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Klarstellung

Burgeners Kauf von Constantin ist nicht gesichert

Bernhard Burgener: Er präsidiert auch den FC Basel. Keystone
Medienunternehmer Bernhard Burgener will den deutschen Konzern Constantin Medien kaufen. Doch der Präsident des FC Basel ist noch nicht am Ziel. Ein wichtiges Problem muss Burgener noch lösen.
von am

Hinter dem Übernahmeangebot für den Münchner Sport- und Film-Konzern Constantin Medien aus dem Baselland stehen noch Fragezeichen. Unter anderem sei die Finanzierung der bis zu 151 Millionen Euro schweren Offerte nicht sichergestellt, erklärte Highlight Communications in einer Pflichtmitteilung am Freitag. «Die Gesellschaft hat sich zu nichts verpflichtet. (...) Entscheide sind noch keine gefallen, weder zur Frage, ob ein Angebot unterbreitet wird, noch zum allfälligen Preis.» Hinter Highlight steht der Basler Medienunternehmer und Constantin-Grossaktionär Bernhard Burgener – Burgener ist auch durch sein Engagement als Präsident des Fussballklub FC Basel bekannt.

Im schweizerischen Handelsregister hatte Highlight ein Übernahmeangebot für Constantin Medien über 2,30 Euro je Aktie in Aussicht gestellt. Das sei ein «denkbarer Preis», erklärte Highlight Communications nun. Am Freitag schlossen Constantin bei 2,145 Euro.

Komplexes Beteiligungsgeflecht

Burgener will mit der Übernahme von Constantin das komplexe Beteiligungsgeflecht zwischen Highlight Communications, der an der Schweizer Börse gelisteten Highlight Event & Entertainment AG (HLEE) und Constantin entwirren. An der HLEE hält er die Mehrheit. Diese ist mit 29,2 Prozent an Constantin Medien beteiligt und will ihre Anteile offenbar behalten. Constantin wiederum hält 32,7 Prozent an Highlight Communications, die HLEE 25 Prozent.

Zum Teil soll die Übernahme von Constantin Medien mit einer 82 Millionen Euro schweren Kapitalerhöhung bei Highlight Communications finanziert werden. Der zweite Grossaktionär von Constantin Medien, Dieter Hahn, hat seinen Widerstand dagegen inzwischen aufgegeben.

(reuters/mbü)