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Libor-Skandal: Die Finma nimmt UBS und CS unter die Lupe

In wie weit sind UBS und CS in den Libor-Skandal verwickelt? (Bild: Keystone)
Die Schweizerische Finanzmarktaufsicht schreitet zur Tat: Die Aufsichtsbehörde nimmt jetzt die Rolle der beiden Schweizer Grossbanken im Libor-Skandal genau unter die Lupe.
von am

Libor-Gate hat das Potenzial zum grössten Skandal der internationalen Grossbanken. Anfang Woche sind die drei obersten Köpfe der englischen Barclays unter Druck von gefälschten Libor-Zinsen zurückgetreten.

Nun greift die Schweizer Bankenaufsicht Finma ein, wie die Zeitung «Der Sonntag» schreibt. «Wir schauen uns den Fall mit den Libor-Unregelmässigkeiten genau an und stehen in engem Kontakt mit den betroffenen Instituten», bestätigt Sprecher Tobias Lux. Gemeint sind die UBS und die CS. Beide sind Gegenstand von weltweiten Untersuchungen rund um Manipulationen im 350 Billionen schweren Libor-Markt.

Es laufen Verfahren von Straf- und Börsenbehörden der USA, Kanada, England und Japan. Laut einem Insider hat die Finma den Grossbanken detaillierte Fragen gestellt, die aufgrund der sich überstürzenden Ereignisse laufend ergänzt werden dürften.

Die Behörde will wissen, was sich die UBS und die CS in der Libor-Affäre zuschulden kommen liessen. Der Schweizer Wachhund könnte Verstösse nicht direkt ahnden, da allfällige Taten im Ausland begangen worden wären. Doch sollte die Finma im Rahmen ihrer Aufsicht zum Schluss kommen, dass die Grossbanken schlecht organisiert sind, kann sie Auflagen machen und Manager aus dem Verkehr ziehen.

(muv)

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