Vor zweieinhalb Jahren ist der ­Franzose und Monoprix-Sanierer Stéphane Maquaire mit seiner Frau und seinen drei Töchtern von Paris nach Basel umgezogen, um bei der Warenhauskette Manor das Ruder herumzu­reissen. Er hat sich dort schnell eingelebt, fand Gefallen am sommerlichen Schwumm im Rhein, und seine Frau nahm nicht nur Deutschkurse, sondern lernte zusätzlich noch «Basel­dytsch». Doch Maquaires Reformeifer war den Manor-Besitzern Maus Frères etwas zu ausgeprägt, sodass sie ihn im Januar 2019 wieder auf die Strasse stellten und durch den langjährigen Jumbo-Chef Jérôme Gilg ersetzten.

Jetzt kehrt Maquaire der Schweiz wieder den Rücken: Er zügelt mit seiner Frau und seiner jüngsten, noch schulpflichtigen Tochter von ­Basel nach Buenos Aires: Maquaire wird per 1. Juli Chef von Carrefour Argentinien. Seine Erfahrung und seine Kenntnisse des Retailgeschäfts seien «ein Trumpf für die Gruppe», heisst es bei Carrefour mit Verweis auf den anstehenden «Trans­forma­tionsplan».

Auch Jean-François Zimmermann geht

Die börsenkotierte französische Gruppe betreibt insgesamt 12 300 Läden in über 30 Ländern und erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 85 Milliarden Euro. Der Ableger in Argentinien zählt 583 Carrefour-, Market-, Express- und Maxi-Filialen. Der bisherige Chef, Rami Baitieh, übernimmt am 1. Juli die Leitung von Carre­four Spanien. Bei den Maquaires sind jetzt also Spanisch- statt Deutschkurse angesagt.

Sein Abgang im Basler Manor-Hauptquartier bleibt nicht ohne Folgen: Am 22. Mai wurde firmenintern informiert, dass sich Jean-François Zimmermann entschieden habe, zu gehen. Wegen ­«unterschiedlicher Auffassungen über die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens», wie es bei Manor auf Nachfrage heisst. Der Ex-Globus-Chef war seit Anfang 2016 bei Manor als Chief Retail ­Officer ­zuständig für die operationelle ­Leitung der 61 Warenhäuser.

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