Ein Gehäuse aus Roségold, das an einen Motorblock erinnert. Ein Zifferblatt, das wie ein Kühlergrill eines Luxusautos anmutet. Dazu mehrere Fenster, die den Blick auf den komplizierten «Motor» der Uhr freigeben. Die neue Bugatti-Uhr «Mythe» von Parmigiani Fleurier ist ein Hingucker mit Benzin im Blut.

Die Partnerschaft der jungen, erst 1996 in der Schweiz gegründeten Uhrenmanufaktur Parmigiani Fleurier und des 1909 in Molsheim im Elsass ins Leben gerufenen Automobilunternehmens Bugatti geht auf das Jahr 2001 zurück. Die Luxusautomarke war damals auf der Suche nach einem Partner für die Uhrenproduktion. 2004 wurde mit dem Modell Bugatti 370 das erste tickende Ergebnis der Zusammenarbeit vorgestellt. Inspiration für diese Uhr war der PS-starke Bolide Bugatti Veyron.

Kooperation seit 2001

Zum zehnjährigen Jubiläum der Kooperation sind nun drei neue limitierte Zeitmesser auf den Markt gekommen, die auf der SIHH 2015 in Genf präsentiert worden sind. Besonders herausragend: die Bugatti «Mythe». Sie basiert - wie auch die beiden anderen Modelle «Victoire» und «Révolution» – auf der Bugatti-Uhr «370» mit ihrem quer angeordneten Gehäuse.

Die Bugatti «Mythe»

Das Design der «Mythe» soll «Handwerk und Industrie von Automobilwelt und Uhrmacherkunst» verbinden. Das Grau des zweifarbigen Gehäuses besteht aus dem Metall Ruthenium, und soll den «groben» Aspekt der Industrie verkörpern. Die glatten Goldelemente aus 750er-Roségold stehen für die feine Handwerkskunst. Durch mehrere gewölbte Saphirglasfenster kann auf das Automatikuhrwerk mit dem Kaliber PF370 geblickt werden. Auf dem Gehäuseboden sind die individuellen Nummern und «2004-2014 Model Unique» eingraviert.

Anzeige

Zifferblatt im Design eines Kühlergrills

Das Zifferblatt der Bugatti «Mythe» ist im Art-déco gestaltet und zeigt unverkennbar den historischen Bugatti-Kühlergrill Type 57. Dieser stattete die ersten Bugatti-Fahrzeuge aus und besticht mit seiner feinen Linienstruktur. Die Wölbung der goldenen Linien sorgt dafür, dass das ovale Zifferblatt somit optisch nach unten vergrössert wird.

Die Labels der beiden Luxus-Marken sind beide auf dem Zifferblatt angeordnet: Auf der Sechs-Uhr-Position ist das «Bugatti-B», auf der Zwölf-Uhr-Position das Parmigiani-Logo «PF» zu finden. Die Stunden- und Minutenzeiger sind Delta-förmig und floureszierend.

Uhrenarmband von Hermès

Für das Armband der «Mythe» kommt gar eine dritte Luxusmarke ins Spiel: Hermès. Diese stattete schon den Bugatti Veyron mit Ledersitzen aus und fertigte ein Kofferset für die Molsheimer Marke. Das schwarze Band ist aus Kalbsleder gefertigt und von der französischen Manufaktur handgenäht. Die Faltschliesse besteht passend zum Gehäuse aus Roségold.

Der Preis für die limitierte Uhr soll bei rund 390'000 Euro liegen. Das ist zumindest günstiger als ein Bugatti, der wie der Veyron rund zwei Millionen Euro kostet – geschweige denn von den historischen Modellen, die oftmals die Stars vieler Oldtimer-Events sind und gut und gerne einen Wert von über vier Millionen Euro haben.

Dieser Artikel erschien zuerst in unserer Schwester-Publikation «World's Luxury Guide».