Plick, plick macht es und pflock und wieder plick. Die Sonne brennt von einem makellosen provenzalischen Himmel. Schwer und warm liegt der Duft des Jasmins über den Blütenfeldern von Joseph Mul, wo es zu- und hergeht wie in einem Bienenstock. Mul strahlt aus kecken Augen unter der typisch südfranzösischen Schiebermütze und freut sich über die quirlige Szenerie.

Es ist September, Erntezeit für die Jasminblüten für das legendäre Chanel N°5. Der Sommer war gut, die Ernte wird grossartig.

Monsieur Mul und die Pariser Luxusfirma verbindet ein höchst exklusiver Vertrag: Jeder Tropfen Jasminessenz im meistverkauften Parfum der Welt stammt von seinen fünf Hektar Land. Warum gerade von ihm? Ganz einfach: Muls Jasminum grandiflorum – so der exakte botanische Name – ist die beste Jasminblüte der Welt. 15 bis 20 Tonnen der stark duftenden Blüten mit ihren fünf kleinen weissen Blättern lässt Mul jährlich von Hand pflücken – von Roma- und Sintifamilien, die eigens dafür zur Erntezeit ins Hinterland der Côte d’Azur anreisen.

Yasminblüten für Chanel N5: Aus den fünfblättrigen Blüten wird eine wachsartige Substanz gewonnen, aus der das flüssige, kostbare «Absolu» wird.

Weisses Gold: Aus den fünfblättrigen Blüten wird eine wachsartige Substanz gewonnen, aus der das flüssige, kostbare «Absolu» wird.

Quelle: ddp/Camille Moirenc/hemis