Die Seele baumeln lassen ist bei unserer Hektik mit all den Fristen gar nicht so einfach. Selbst wenn man sich beispielsweise in ein tolles Hotel zurückgezogen hat, rufen Essenszeiten oder Termine für Ausflüge und Wellness nach Time Management. Frei und verpflichtungslos ist man wohl nur zu Hause.

Oder etwa in «Karkloof», einem herrlichen Bergresort in der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal, rund 90 Minuten Fahrzeit vom Flughafen Durban entfernt. Nicht ganz weg von der Zivilisation und doch in einer anderen Welt. Das Karkloof Safari Spa Boutique Resort wird zu Recht als «Africa’s best kept secret» vermarktet.

Wellness vom Feinsten

Für einmal bedeutet «all inclusive» tatsächlich die grosse Freiheit. Es fängt damit an, dass es keine Termine gibt, nicht einmal was den Check-in betrifft. Wer ankommt, erhält seine Villa, Punkt. Das Gleiche gilt für den Check-out: Man reist ab, wenn es passt, gerne auch erst abends. Besitzer und Gastgeber ist der aus Deutschland stammende Fred Wörner. Sein Konzept heisst eben zeitlos. Er hat in Südafrika ein Rückzugsgebiet der Ex­traklasse geschaffen. Mit Fine Dining am Cheminée, Weinkeller, Bibliothek sowie grosser Aussichtsterrasse zum Abschalten – unterhalten nur von quirligen Grünmeerkatzen-Affen.

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Vor allem aber offeriert «Karkloof» ein grosszügiges Spa- und Wellness-Angebot mit 17 Behandlungsräumen sowie mehreren Pools, allerlei Bädern und Saunas. Welche Betreuung man möchte, bestimmt man selbst (oder man lässt sich beraten), und den Zeitpunkt genau so. Vor dem Frühstück oder abends, egal, Wörners Crew steht praktisch rund um die Uhr zur Verfügung. Sämtliche Leistungen, ob Massage, Yoga oder Fitness, sind inbegriffen, unlimitiert und ebenfalls zeitlos.

16 Luxus-Lodges

Die luxuriösen Villas – es gibt deren 16 – bieten alles, was man von einer ­Luxus-Lodge in Afrika erwartet, inklusive Fussbodenheizung. Zudem eine reichlich gefüllte und kostenfreie ­Minibar, die vor der Anreise mittels persönlicher Checkliste gefüllt wird. Man darf also bevorzugte Weinarten und gewünschte harte Getränke im Voraus bestellen. Alkoholfrei wird selbstverständlich respektiert.

Man könnte schlicht eine ganze Woche im Resort bleiben und sich betreuen, bedienen und pflegen lassen. Wer übrigens etwas arbeiten muss, könnte dies hier bestens tun, notfalls im Boardroom. Und das WiFi ist gratis verfügbar – aber das sei nun wirklich bloss eine Nebenbemerkung.

Ein 3'500 Hektar grosses Naturgebiet

Draussen wartet ein 3500 Hektar grosses Naturgebiet mit unberührtem Busch und atemberaubender Natur. Die 298 Vogelarten begeistern schon mal die Ornithologen, aber «Karkloof»­ teilt sein hügeliges, tiefgrünes Grundstück auch mit Hunderten von Giraffen, Nashörnern, Nilpferden, Zebras, Antilopenarten, Wasserbüffeln und sogar ein paar Warzenschweinen.

Das Gebiet kann man erwandern, mit dem Bike erkunden oder sich von einem exzellent ausgebildeten Ranger in südafrikanischer Safari-Manier per Jeep ausführen lassen. Zeitpunkt? ­Natürlich selbst zu bestimmen.

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Per Zufall zum Hotelier

«Karkloof» ist ein kleines Paradies, und Fred Wörner erzählt seine Geschichte gerne jedem Gast persönlich. Wie er mit seinen Eltern nach Südaf­rika kam, als Industrieller mit der Herstellung und dem Export von Achsen für rollende Mülleimer Erfolg hatte und wie er vor elf Jahren dieses herr­liche Naturgebiet erwarb. Angefangen hatte dann alles mit einem Aufzuchtprogramm für Büffel, die in Südafrika­ wegen der Maul- und Klauenseuche fast auszusterben drohten.

Das eigentliche Resort entstand erst vor sieben Jahren, und Wörner wurde so eher zufällig zum Hotelier. Wenn man ihn heute aber trifft, sieht man in ihm weder den Industriellen noch den Gastgeber, sondern einfach einen Mann, der in seinem Afrika ­angekommen ist. Mit der Natur verbunden – und ziemlich zeitlos.