Das noch junge Jahr 2016 meint es mit Xavier Niel gut: Seit Jahresbeginn wuchs der Kontostand des Salt-Besitzers um 17,1 Millionen Dollar. Peanuts sollte mancher denken, vor allem, wenn man weiss, dass das Gesamtvermögen des Franzosen sich auf 8,2 Milliarden Dollar summiert.

Doch dieser Vermögenszuwachs ist alles andere als selbstverständlich. Denn 2016 schreibt bis dato fast ausschliesslich Verlierer – zumindest unter den Reichsten dieser Welt. Laut dem Billionaires Index von Bloomberg haben von den 200 reichsten Menschen der Welt fast alle an Reichtum eingebüsst. Der Grund: Die Einbrüche an den globalen Aktienmärkte und die gesunkenen Rohstoffpreise.

Einzig sechs Milliardäre wurden reicher

Einzig sechs Milliardären spielt das junge Jahr bislang in die Hände. Sie profitieren sogar von den schwierigen Rahmenbedingungen. Einer von ihnen ist Salt-Besitzer Niel, der seit mittlerweile einem Jahr den Schweizer Markt aufmischt. Mit Jahresflatrate und Abos will er den Orange-Nachfolger auf Spur bringen, so wie es ihm bei seinen französischen Telekom-Perlen Iliad und Free gelang. Seine Preisbrecher-Strategie brachte ihm im Nachbarland viel Geld ein. Er ist als «Steve Jobs Frankreichs» bekannt und investiert in viele Startup-Unternehmen.

Auch für den indischen Tycoon Mukesh Ambani hätte 2016 nicht besser starten können: Der reichste Mensch Asiens ist einer der grössten Gewinner des Ölpreisrutsches. Seine Reliance Industries profitiert vom niedrigen Rohölpreis, da die Margen in ihren Raffinerieanlagen, den weltweit grössten, anschwellen.

Ambanis Nettovermögen ist seit Jahresbeginn um 620 Millionen Dollar gestiegen, laut Bloomberg der höchste Zuwachs weltweit in diesem Jahr. Das ist fast fünfmal mehr als der zweitgrösste Gewinner in diesem Jahr, die Wal-Mart-Erbin Alice Walton, die ein Plus von 130 Millionen Dollar verzeichnet. Ihr Neffe Lukas Walton legte 2016 ebenfalls einen geglückten Start hin und legte um immerhin 5,3 Millionen Dollar zu.

Die drittgrösste Gewinnerin unter den Milliardären ist Tan Siok Tjien. Seit Anfang Jahr ist die reichste Frau Indonesiens 57,3 Millionen Dollar reicher. Und auch der US-Unternehmer Stan Kroenke darf sich seit Anfang 2016 über einen Vermögenszuwachs in Höhe von 2,4 Millionen Dollar freuen.

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Die zehn Reichsten büssten allesamt ein

Kopfzerbrechen statt Geldsegen hingegen sorgt das junge Jahr bei den restlichen – und damit den meisten - Superreichen. Auf der «Loser-Liste» lässt sich von Bill Gates bis Larry Page die komplette Riege der zehn reichsten Menschen der Welt finden: So verlor unter anderem der Microsoft-Gründer 6,8 Milliarden Dollar, der spanische Mode-Magnat Amancio Ortega 5,7 Milliarden Dollar, Mark Zuckerberg 4,3 Milliarden Dollar, Google-Gründer Larry Page 3 Milliarden Dollar und Investoren-Legende Warren Buffet ist seit Jahresbeginn immerhin 2,6 Milliarden Dollar ärmer.

Doch ausgerechnet der Milliardär, für den es 2015 am besten lief, legte den grössten Fehlstart hin: Das neue Jahr ist noch keine drei Wochen alt und Amazon-Gründer Jeff Bezos’ Vermögen schrumpfte bereits um 8,9 Milliarden Dollar.