Mitte Januar gibt Marcel Stalder den Posten als Schweiz-Chef des Prüfkonzerns EY ab. Nach Missbrauchsvorwürfen müsse wieder Vertrauen geschaffen werden, erklärte Julie Linn Teigland, Regional Managing Partner von Deutschland, Österreich und der Schweiz, den Mitarbeitenden in einer internen Mitteilung. Hintergrund war, wie sich später zeigte, ein monatelanger Machtkampf. Dabei versuchte eine kleine Gruppe von EY-Partnern mit Vorwürfe Stimmung gegen die Führung zu machen. Einer der überführten Partner wurde fristlos gefeuert.

Zur Beruhigung der Lage gab Stalder damals seinen Chefposten als Schweiz-Chef ab, behielt aber die Funktion als Market Leader für die DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) Auf Anfrage erklärt eine EY-Sprecherin, Stalder habe sich entschieden, «ganz auf seine Marktrolle in der DACH-Region zu fokussieren und die Führungsverantwortung von EY Schweiz an ein neues Management zu übergeben». 

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