An der Börse sorgt der Corona-Virus für schlechte Stimmung. In den letzten Tagen waren die meisten Aktienindizes rückläufig. Dabei lasse sich in solchen Zeiten durchaus auch Geld verdienen, findet Anlageberater Matthias Richter von JCube Capital Partners in Singapur. In stürmischen Zeiten müsse man «die Segel neu justieren», sagt er. Und so hat der in Asien tätige Schweizer zwei Portfolios für die Zeit des Sturms und der Erholung zusammengestellt.

In einer ersten Welle setzt er vor allem auf Pharma- und Biotech-Titel, die möglicherweise vom Corona-Virus profitieren (siehe Tabelle). Das Portfolio enthält bekanntere Firmen wie AbbVie oder AstraZeneca, aber auch kleinere Unternehmen aus dem Biotech-Sektor. In den vergangenen Tagen erlebten diese teils starke spekulative Schübe, weshalb das Portfolio zuletzt auch sehr gut rentierte.

Besonders stark legten die Firmen Cleveland Biolab und NanoViricides zu. Bei Cleveland sorgen offenbar Arbeiten an Wirkstoffen für Phantasie, welche die Wirkung von Impfstoffen verbessern. Von Nanoviricides, die sich gerade in einer Kapitalerhöhung befindet, erhoffen sich Anleger offenbar ein Produkt in der Behandlung des Coronavirus. Beide Titel werden für normal nur schwach gehandelt. 

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Richter hat auch bereits ein zweites Portfolio für die Zeit der Erholung zusammengestellt. Darin befinden sich Titel, die derzeit stark unter Druck sind und – so die Vermutung – irgendwann ungerechtfertigt günstig zu haben sein werden. Es sind vor allem Fluggesellschaften und Tourismus-Unternehmen.

Richter weiss, dass man sich mit solchen Empfehlungen nicht nur beliebt macht. «Es gibt wohl viele, die das als unethisch sehen.» Doch er sieht die Rolle des Beraters darin, gerade in solch stürmischen Zeiten den Überblick zu behalten, und sich anzupassen.

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