Mit dem Ground Zero zu Füssen: So arbeiten ab Mitte 2017 die Angestellten von Zurich Insurance in New York. Sie werden sich auf 12'000 Quadratmetern im 298 Meter hohen Four World Trade Center (4WTC) ausbreiten, wie der Vermieter Larry Silverstein in ­einer Mitteilung schreibt. Über den Preis wurden keine Angaben gemacht.

Zurich hat einen Vertrag für 16 Jahre unterschrieben. Die Etagen 52, 53 und 54 sind ausschliesslich für die Schweizer reserviert. Zum Vergleich: Der Roche-Turm in Basel – mit 178 Metern das höchste Gebäude der Schweiz – hat gerade einmal 41 Stockwerke.

Umzug über die Strasse

Die neuen Büros sind nur einen Steinwurf von den alten entfernt. Derzeit residieren die Zurich-Angestellten im 226 Meter hohen One-Liberty-Plaza-Turm, der sich direkt auf der anderen Strassenseite des 4WTC-Glashochhauses befindet. An der aktuellen Adresse leistet sich der Versicherer aber wesentlich mehr Platz – nämlich 16'000 Quadratmeter. Das ist ein Viertel mehr, als am Ground Zero zur Verfügung steht.

Im Klartext heisst das: Es wird Mitarbeiter geben, die Manhattan verlassen müssen. Ihre Umzugskartons werden wohl in den Nachbarstaat New Jersey zügeln. In New Jersey arbeiten bereits rund 250 Mitarbeiter, in den kommenden Monaten soll sich diese Zahl aber mehr als verdoppeln. Dafür erhält der Versicherer einen Zuschuss in Höhe von über 28 Millionen Dollar von den lokalen Behörden, die es sich zum Ziel gesetzt haben, mehr Jobs nach New Jersey zu holen.

Alte Bekanntschaft

Der Wechsel ans Ground Zero ist auch ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten: Der milliardenschwere Immobilien-Tycoon Larry Silverstein zoffte sich im Nachgang zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 mit etlichen Versi­cherern um die Schadensumme, da­runter mit Zurich und Swiss Re. Der Streit endete für Zurich mit einer Zahlung von fast 50 Millionen Franken.

Auch der Architekt des 4WTC-Gebäudes ist keine Unbekannte hierzulande. Das Bauwerk stammt aus der Feder des Japaners Fumihiko Maki, der auch ein 29'000 Kubikmeter grosses Bürogebäude für die Pharmafirma Novartis in Basel geschaffen hat. Im Novartis-Bürogebäude arbeiten 160 Personen. Es wurde in den Jahren 2006 bis 2009 gebaut und weist diverse Elemente auf, die typisch sind für den japanischen Pritzker-Preisträger, zum Beispiel den grosszügigen Einsatz von Glas und Zement.

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Diese 16 Büros haben ein aussergewöhnliches Design: