Das gleiche dichte schwarze Haar, das auch den Vater in jüngeren Jahren kennzeichnete, das gleiche markante Kinn – ja, hier steht der Sohn von Mathis Cabiallavetta, jenem markigen Bündner, der Ende der neunziger Jahre Präsident der UBS war.

Beat Cabiallavetta hat sich aufgemacht, seinen ganz eigenen Fussabdruck in der Finanzindustrie zu hinterlassen – als neuer Partner bei Goldman Sachs. Im November wurde er ins erlauchte oberste Gremium der Bank erhoben, als einer von nur fünf Schweizern in der rund 400-köpfigen Führungsriege des Finanzgiganten. Der 40-Jährige hat eine Schlüsselrolle inne: Er leitet aus London heraus eine globale Gruppe, die einen Teil des Eigenkapitals der Firma investiert, die Milliarden also, welche die Kapitaldecke der Bank bilden.

Doch Beat Cabiallavetta ist nur ein Beispiel von einer ganzen Reihe jüngerer Schweizer und Schweizerinnen, die aus dem Schatten ihres bekannten Vaters treten und mit eigenen Leistungen auf sich aufmerksam machen. Das Spektrum ist breit: Caroline Humer, Tochter des langjährigen Roche-Präsidenten Franz Humer, ist im Direktorium von ICMEC, einer weltweit tätigen Organisation, die sich für vermisste und missbrauchte Kinder einsetzt; Pascal Behr, Sohn des Schaffhauser Industriellen Giorgio Behr, hat zwei Start-ups gegründet und waltet als frischgebackener Verwaltungsrat der Migros Ostschweiz; Oliver Rihs, Sohn des 2018 verstorbenen Hörgeräteunternehmers Andy Rihs, ist Regisseur und produziert Filme.