«Bei guter Atmosphärenlage kann es sein, dass man sie sogar in Oslo sieht», sagt Hilke von Hoerschelmann von Visit Norway. Das Nordlicht, wissenschaftlich Aurora borealis genannt, ist in diesem Jahr aussergewöhnlich stark, weil der aktuelle Sonnenzyklus zu Ende geht. In dieser Zeit treffen besonders viele Sonnenteilchen auf die Erd­atmosphäre und lassen so das Polarlicht entstehen. Wer sich zur Jagd nach dem Polarlicht in den Norden aufmacht, hat bis im April Zeit; die Kernzeit im schwedischen Kiruna liegt zwischen Mitte ­Dezember und Mitte Januar. In der Nähe von Kiruna, im Nationalpark Abisko, ­befindet sich die Aurora Sky Station – denn hier gibt es vergleichsweise wenig Niederschlag.

Und ein klarer Himmel ist zwingend notwendig, um das Polarlicht sehen zu können. Auch der finnische Teil Lapplands lädt zur Polarlicht-Jagd ein. In Luosto, in der Nähe von Sodankylä, steht ein Observatorium. Eher gemütlich verläuft die Beobachtung hingegen aus den Glas-Iglus in Kakslauttanen. Laut Henri Anundi von Visit Finland eignet sich die Zeit kurz vor und nach Mitternacht am besten dafür, das Polarleuchten zu beobachten. Wer sichergehen will, das Polarlicht zu erspähen, kann ein Warn-App fürs Smartphone runterladen. Auf der Homepage des Geophysischen Instituts der Universität in Fairbanks in Alaska gibt es einen täglichen «Aurora Forecast». (hz)