Marc Faber, der Schweizer Ökonom und Untergangsprophet, ist ein bekennender Besucher von Kabaretts. «Meine Frau hat das nicht gern, aber sie kann damit leben», sagt er im Interview mit der Zeitung «Der Sonntag». In Zürich würde fast alle Banker gekauften Sex haben. Faber: «Eigentlich ist das ja ganz normal. Hier an der Hohlstrasse und Langstrasse sieht man immer die schönsten Autos, Bentleys, Ferraris und – schauen Sie da draussen! – Porsches. Alle Leute, die an der Bahnhofstrasse hocken und behaupten, sie machen nicht herum, sind Heuchler. Hypokriten. Mit ganz wenigen Ausnahmen tun es alle.»

Das Zürcher Nachtleben sei «super, eines der besten in ganz Europa». Doch an der Langstrasse habe sich viel verändert: «Früher wurde dieses Quartier von Hells Angels, ein paar Mafiosi, Türken oder Jugos kontrolliert – seit einiger Zeit aber räumen die Beamten hier auf. Die Stadt hat sogar Lokale aufgekauft und darin Galerien für Velofahrer und solche Leute eingerichtet. Die Beamten haben einen Polizeistaat errichtet! Seither ist es nicht mehr so stimmungsvoll», sagt der Börsenprophet. Gekaufter Sex sei in Zürich teuer, aber «Zürich ist eher billiger als Paris, Rom oder auch Griechenland». Im einem guten Nachtlokal lasse man schnell einmal 1500 Franken liegen.

(jev)