Wer Mars hört, denkt an M&Ms-Dragées, Wrigleys-Kaugummi oder Snickers-Schokoladeriegel. Der US-Konzern will aber nicht nur Schleckereien unter die Leute bringen. Sondern auch einer Managementlehre namens Economics of Mutuality (EOM) zum Durchbruch verhelfen.

Dafür hat Mars-Präsident Stephen Badger eine Stiftung in Genf gegründet, die EOM Foundation. EOM steht für eine Firmenphilosophie, die statt Profitmaximierung nachhaltiges Wirtschaften in den Fokus stellt.

Bei diesem Ansatz hat ein ökologisch und sozial verträgliches Verhalten genauso viel Gewicht wie das Gewinnstreben.

Zusammenarbeit mit der Universität Oxford

Mars rief das Prinzip 2007 im haus­eigenen Think-Tank ins Leben. Seit 2014 entwickelt der Konzern die Lehre in Zusammenarbeit mit der renommierten Saïd Business School der Universität Oxford weiter.

Badger, Urenkel von Konzern­gründer Frank Mars, hat sich voll dem EOM-Prinzip verschrieben und wendet es bei Mars seit langem an. Dass der 51-Jäh­rige sich nicht nur für Gewinnzahlen inte­ressiert, zeigt sein ungewöhnlicher Zweitjob: Badger ist auch als Dokumentarfilmer tätig.

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Jetzt will der Konzernlenker seine Grundsätze auf anderen Chefetagen bekannt machen. Die Genfer Stiftung gibt diesem Effort einen institutionellen Rahmen. «(...) Wir versuchen dieses Thema zur Essenz herunterzukochen und in Unternehmen rund um die Welt zu verbreiten», erzählte er der «Financial Times».

(mbü)