Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Bei einem Ferienjob. In der Sekundarschule stand ich in Nidau in der Badi an der Eis­maschine und verkaufte Glace.

Was haben Sie mit dem Geld gemacht?
Mir ein Stereoanlage gekauft. Es war eine der ersten mit CD-Spieler. Meine erste CD war «Heavy Metal Marathon», die habe ich noch. 

Die könnte sogar etwas wert sein. Was ­bedeutet Ihnen Geld?
Mit Geld kann man arbeiten und Dinge ent­wickeln. Zudem gibt mir Geld eine gewisse Sicherheit. Viel mehr ist es aber nicht.

Wie investieren Sie Ihr Geld heute?
Mein Kapital ist voll in die Swiss Startup Group investiert. Das ist das Dilemma der meisten Unternehmer: reich an Anlagen und arm an Cash.

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Haben Sie keine Angst vor Klumpenrisiken?
Nein. «Skin in the Game», also mit Haut und Haaren investiert und involviert zu sein, ist als Unternehmer Pflicht. Das erwarten wir auch von den Start-ups, in die wir investieren. Geht man keine Risiken ein, entsteht nichts. Will man etwas aufbauen, ist zu gros­se Vorsicht einfach nicht angebracht.

Wofür geben Sie am meisten Geld aus?
Abseits der Firma für meine zwei Kinder. Die grössten Posten sind die Ausgaben für die Privatschule und die Hobbys. Die Anforderungen sind heutzutage hoch.

Wofür geben Sie ungern Geld aus?
Für Parkbussen. Zürich ist hier unglaublich kostspielig.

Gibt es etwas, das Sie gerne kaufen möchten, sich aber nicht leisten können?
Mehr Zeit. Ein Jahr mit der Familie zu reisen, wäre mein gröss­ter Traum. Für die Firma bin ich an sechs von sieben Tagen voll im Einsatz. Als Familienmensch ist das ein Balanceakt.

Bei der UBS haben Sie sich zehn Jahre lang um Milliardäre gekümmert. Wie hat Sie dieser Job geprägt?
Mich haben Milliardäre, die Risiken eingegangen sind und ihren Wohlstand selbst aufgebaut haben, sehr beeindruckt und inspiriert. Diese Begegnungen sind ein wesentlicher Grund, warum ich heute selbst Unternehmer bin. Menschen, die Geld erarbeitet haben, gehen sehr respektvoll mit Geld um.