Vor seinen Bild-Puzzles kann man stundenlang verweilen. Es sind ­irritierende Werke, die er aus Hunderten, manchmal sogar aus Tausenden von ­Bildern realer Orte und Gegenstände zusammensetzt. In der Hammer Gallery in ­Zürich zeigt er derzeit seine Werke unter dem Titel «Obsession of Space». Der 1952 geborene Künstler interessierte sich bereits in sehr jungen Jahren für die Fotografie. 1976 schloss er die renommierte Louis- Lumière-Schule ab. 2002 nahm seine künstlerische Arbeit eine radikale Wende, als er das Konzept der Hyperphotos erfand.

Rauzier erstellt virtuelle Bilder, die er mit einem Teleobjektiv aufnimmt und am Computer montiert. In seinen monumentalen Werken mischt er das unendlich Grosse und das Winzige in einer Fülle von Details, welche ebenso ungewöhnlich wie faszinierend sind. Seine Bildkreationen versetzen den Betrachter in eine traumgleiche Welt und erlauben ihm, in das ­fantastische Universum des Künstlers einzutauchen. Sie provozieren eine Reflexion auf die Wirklichkeit und auf die Wahr­nehmung der Welt und sind sogleich ­Einladung zu einer aussergewöhnlichen Reise. Rauzier lebt und arbeitet in Paris. Als Virtuose digitaler Technologien hat er in den letzten Jahren zahlreiche prestigeträchtige Auszeichnungen erhalten. Auch von seinen Kollegen erntet er Anerkennung. Seine Werke werden in der ganzen Welt ausgestellt und gesammelt. (ba)

Jean-François Rauzier: «Obsession of Space». ­Hammer Gallery Zürich, bis 17. März. 20 000 bis 25 000 Franken bei einer Auflage von acht.