«Der Milliardär aus dem Nichts»: Der Titel seiner Biografie könnte nicht zutreffender sein. Roman Abramowitsch, 1966 im russischen Saratow geboren und mit zweieinhalb Jahren Vollwaise, tauchte Anfang der 1990er Jahre fast aus dem Nichts auf. Damals wurde der Oligarch Boris Beresowski auf den angehenden Ölhändler aufmerksam und sorgte dafür, dass auch Abramowitsch beim Ausverkauf von Staatseigentum einen Bissen abbekam. Zusammen erwarben sie für 200 Millioen Dollar Sibneft, Jahre später war der Ölkonzern das 65fache wert. Doch da war das Duo längst zerstritten.

Abramowitsch lebt heute in London. Die Briten lieben ihn; nicht nur wegen seines Reichtums, den der Besitzer einer Megayacht samt Raketenabwehr, U-Boot und Helikoptern, einer Boeing 767 sowie Villen und Schlössern gerne herzeigt, sondern weil er fussballverrückt ist. 2003 kaufte er den bankrotten FC Chelsea. Mit gegen einer Milliarde Pfund hat er die Londoner wieder an die internationale Spitze geschossen.