So ­verschieden ihre Techniken, so unterschiedlich sind auch ihre Beweggründe, sich mit diesem Motiv auseinanderzusetzen. Zahllose Spaziergänge und Wan­derungen führen Gabioud durch die Walliser Berge und Wälder. Mit Kohle und selbst gesuchten Erden versucht er dabei ganz bescheiden die raue Schönheit der Natur einzufangen. Häne dagegen lässt aus Holzfaserwerkstoff offene und geschlos­sene Boxen bauen und bearbeitet diese mit Schnitzmessern. Es löst feine und feinste Linien und Flächen aus den glatten Oberflächen heraus, sodass das Ergebnis auf den ersten Blick aussieht wie der Druckstock für einen Holzschnitt.

Die Bilder, die so entstehen, orientieren sich zwar am Sujet, wollen aber nicht primär realistisch abbilden, sondern auch jenes Unsichtbare vermitteln, das der Künstler «Körpergefühl» nennt. Die Nähe zur ­Natur wiederum wird von Studinka entschlossen gewahrt, sind doch seine Serien von subtilen Kohlezeichnungen direkt vor Bäumen oder Büschen entstanden. – Zur Vernissage am 25. Oktober von 17 bis 20 Uhr findet eine Präsentation von Gian Hänes bibliophilem Buch «Wei wu wei» statt (Verlag Edescha Art). Die Ausstellung ist auch am Openhouse Weekend der Zürcher Galerien am 27. und 28. ­Oktober geöffnet. (ba)

Gemeindestrasse 4, Zürich; 25.10. bis 24.11.2012.