Cash steht unter Druck: Grosse Banknoten sollen abgeschafft werden, Obergrenzen für Barzahlungen stehen zur Debatte. Büsst eine bargeldlose Gesellschaft automatisch Freiheit und Privatsphäre ein? Diese Fragen standen beim Brennpunkt der SIX Group am 15. Juni in Zürich im Mittelpunkt.

Der ehemalige Schwedische Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt schilderte, wie sein Land zum Vorreiter einer bargeldlosen Gesellschaft wurde: Kreditkarten für Kinder sind in Schweden an der Tagesordnung und schon kleinste Zahlungen werden mit Plastik bezahlt, bloss noch 20 Prozent mit Bargeld.  

Johann Gevers, Gründer der Software-Firma Monetas, welche eine neuartige Transaktionsplattform entwickelt, sieht sich in der Rolle des Missionars für bargeldloses Bezahlen. Selbstverständlich plädiert er für den sofortigen Ersatz von Bargeld durch standardisierte Transaktionen (seiner Firma) und verspricht als Folge davon eine weltweit dramatisch bessere Lebensqualität.  

Urs Rüegsegger, Group CEO SIX und Gastgeber, prophezeit die Digitalisierung des Schweizer Frankens. Wie und wann sei derzeit allerdings noch völlig unklar, ebenso wie die Auswirkungen auf die Wirtschaft.

Information: ★★★★☆
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