Der Herbst ist eine wunderbare Jahreszeit – fürs Auge wie für den Gaumen. Jetzt wird nämlich all das geerntet, was einen Sommer lang unter der Sonne auf Feldern und in Wäldern gediehen ist. Ein guter Ort, um davon zu profitieren, ist das kleine Bündner Dorf Sedrun. Denn wenn sich die Bäume ihr goldenes Kleid überziehen, gibt es hier Wild auf dem Teller.

Wer die kulinarische Welt der Surselva erkunden will, besucht die gemütliche Stube der «Cruna» im Sporthotel von Diana und Josef Russi. Viel heimisches Holz, Butzenscheiben und niedrige Decken mischen sich mit modernen, eleganten Details und signalisieren, dass man zwar hinter den sieben Bergen, nicht aber hinter dem Mond ist.

Auch der Blick auf die Karte verrät, dass Küchenchef Patrick Egli den Blick ab und zu über die Berge wandern lässt: Neben den vielen hiesigen Spezialitäten wie etwa den Tujetscher Capuns sorgen ­Gerichte aus Thailand ­(Suppen) oder Spanien (die vielgerühm­te Crème Catalan) für willkommene Kontraste. Die aktuelle Wildkarte ist hingegen eher traditionell – und das ist auch gut so, denn wer möchte schon Hirsch à la Wasabi? Die Ravioli sind mit Stein­pilzen gefüllt, das Hirsch­entrecôte kommt mit Spätzli und Preiselbeersauce auf den Tisch, das Rehschnitzel wird von Pfifferlingen ­begleitet, der Hirschrücken versteckt sich unter einer Zimtkruste. Kurz: Es gibt hier alles, worauf wir uns jedes Jahr im September freuen. Und dies mit viel handwerklichem Können zubereitet.

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Die Sympathie für die ­Region ist auch auf der Weinkarte spürbar: Den grössten Posten machen Weine der Bündner Herrschaft aus. Unter anderem auch Raritäten wie Andrea Davaz’ Uris, ein Pinot noir aus Fläsch, der sich als idealer Begleiter zum wilden Essen entpuppte.

 

Sporthotel La Cruna, Via Alpsu 65. 7188 Sedrun
Tel. 081 920 40 40, www.hotelcruna.ch
täglich geöffnet.