Denn dank Lage am Golfstrom und reichlich Niederschlag – es ist am Ende doch noch immer England – können auf der Halb­insel zahlreiche subtropische Pflanzen wachsen. Besonders viele gedeihen in den «Verlorenen Gärten von Heligan».

Dieser Ort war 400 Jahre lang einer der geheimnisvollsten Landsitze Englands. Danach fiel er ab dem Ersten Weltkrieg für Jahrzehnte in den Dornröschenschlaf. Der Holländer Tim Smit entdeckte die verlorenen Gärten vor 20 Jahren wieder. Er schlug sich tagelang durch Gestrüpp und Dornenhecken, bis er vor einem ­verlassenen viktorianischen Gartenhäuschen stand. Der Archäologe und ehe­malige Popmusiker war verzaubert – und ­beschloss, die Anlage wiederherzurichten.

Es war ein grosses Unterfangen, doch es hat sich gelohnt. Mittlerweile haben über fünf Millionen Menschen das Gartenparadies nahe St.Austell besucht. Sie finden Gewächshäuser mit Ananasstauden, Blumen- und Gemüsegärten voller alter Sorten, Statuen und lauschige Plätzchen, Teiche, Bambusstauden und eben: jede Menge Palmen.

Die DNA Cornwalls besteht nicht nur in Heligan aus alten Sagen von Königen, Kelten und Piraten, das keltische Erbe wird seit einigen Jahren in ganz Cornwall zelebriert. Sei dies in Form der kor­nischen Sprache, die wieder an Schulen ­unterrichtet wird, oder dass die Küsten, Parks, Herrenhäuser und Heiligenstätten sanft renoviert werden. (cor)

Mehr Informationen: www.heligan.com