Oder sie sind kaum kaschierte Ausblicke auf ein Serienmodell der Zukunft. So wurde allgemein der e-Bugster interpretiert, den Volkswagen im Januar auf der Motor Show in Detroit erstmals zeigte. Mit seinen runden Formen und dem vertrauten Gesicht schien er eine Ahnung davon zu geben, wie das kommende Beetle-Cabrio aussehen könnte. Jetzt wurde der Wagen aus der Werksgarage geholt und zum ersten Mal auf die Strasse der Pazifikküste geschickt.

Kein schlechtes Ambiente. Denn im Prinzip bietet der Wagen mit seinem 115 PS starken Elektroantrieb alles, was man für einen Sommertag in Kalifornien braucht. Mit locker 130 Stundenkilometer ist er schneller, als die Polizei erlaubt; bei 10,8 Sekunden von 0 auf 100 gewinnt man sogar manchen Ampelsprint. Und 180 Kilometer Reichweite reichen aus für einen Ausflug ans Meer.

In der Praxis sieht die Sache ein wenig anders aus. Zwar zieht der e-Bugster gut an. Doch so ganz übertragbar ist das Fahrgefühl nicht. Zum einen werden im Serienmodell statt des E-Motors fürs Erste Benziner und Diesel von 105 bis 200 PS den Antrieb übernehmen. Trotzdem ist der e-Bugster mehr als ein Schaustück. Denn der Elektromotor unter der Haube ist derjenige, der ab kommendem Jahr eine Variante des neuen Golf antreiben soll. Wenn man die Stimmen aus Wolfsburg richtig deutet, dann ist die Konstruktion nicht chancenlos.