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Kevin Toland, CEO Aryzta
Quelle: FINTAN CLARKE PHOTOGRAPHY

PersonKevin Toland

Wenn man bei Treffen mit Kunden mehr über die Lage der Firma spricht als über neue Projekte, weiss man, dass man ein Problem hat», sagt Kevin Toland (53). Und ja, der Chef des Backwarenherstellers Aryzta hat ein Problem – beziehungsweise gleich mehrere: Sein Unternehmen, das 2008 aus der Fusion der Schweizer Hiestand mit der irischen IAWS entstand und fast 20 000 Mitarbeiter beschäftigt, ächzt nach einer jahrelangen wilden Einkaufstour unter einer Schuldenlast von 1,8 Milliarden Franken. Um diese abzubauen, wollte Toland Firmenteile wie den französischen Tiefkühlprodukthersteller Picard verkaufen. Als das misslang, blieb vergangenen Herbst nur noch eine Kapitalerhöhung um satte 900 Millionen Franken – sehr zum Unwillen der bestehenden Aktionäre, deren Stimmrecht und deren Dividende (wenn es denn eine gibt) dadurch massiv verwässert werden. Entsprechend gross war der Widerstand. Doch die Banken liessen Toland keine andere Wahl.

Immerhin, die Kapitalerhöhung hat er bei den Aktionären durchgebracht, wenn auch hauchdünn mit 53 Prozent der Stimmen. Doch saniert ist die Firma damit noch lange nicht, zuletzt gab es einen Verlust von rund 560 Millionen Franken bei einem Umsatz von 3,8 Milliarden. Und der Streit um die richtige Strategie geht weiter. Auch 2019 wird Toland seinen Kunden einiges über seine Firma zu erklären haben.

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