Italienische Schiffe haben am Dienstag nach offiziellen Angaben fast 1400 Flüchtlinge aus Booten im Mittelmeer gerettet. Die Marine gab über den Kurznachrichtendienst Twitter bekannt, ihre Schiffe hätten etwa 570 Menschen aufgenommen, die mit Schlauchbooten nach Europa kommen wollten.

Die Küstenwache griff nach eigenen Angaben weitere 780 Flüchtlinge auf. Im sizilianischen Hafen Pozzallo trafen unterdessen etwa 730 Migranten ein, die bereits in den vergangenen Tagen aus Seenot gerettet wurden. Die meisten der Flüchtlinge kommen aus Afrika und haben sich von Libyen aus auf den Weg nach Europa gemacht.

1,2 Millionen Menschen seit Januar 2015

Fachleute gehen davon aus, dass bei wärmerem Wetter wieder mehr Menschen den Weg über das Mittelmeer nach Süditalien antreten. Seit Beginn 2015 erreichten mehr als 1,2 Millionen Menschen aus arabischen Ländern, Afrika und Asien Europa. Die meisten von ihnen nutzten die inzwischen geschlossene Balkanroute.

(sda/gku/me)