Im Verlauf dieser Woche sind nach Angaben der italienischen Küstenwache und der Vereinten Nationen rund 14’000 Migranten im Mittelmeer gerettet worden. Allein am Freitag seien bei 17 von der Küstenwache koordinierten Einsätzen 2000 Menschen von den Rettungskräften aufgenommen worden. Wie viele in den vergangenen Tagen beim Versuch, in zumeist einfachen Booten von Afrika nach Europa zu gelangen, ertranken, ist nicht klar.

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Aber nach Angaben von Überlebenden und Besatzungsmitgliedern könnte die Zahl in die Hunderte gehen. Die Marine teilte mit, allein in der Nähe eines halbgesunkenen Gummiboots seien 45 Leichen aus dem Meer gezogen worden. Insgesamt starben nach Schätzungen der Internationalen Organisation für Migration in diesem Jahr bislang 1475 Menschen auf hoher See.

Menschen kommen aus Libyen

Gründe dafür, dass inzwischen wieder mehr Menschen den Weg vor allem von Libyen aus über das Meer wagen, seien das wärmere Wetter und die ruhigere See, teilte die Küstenwache mit. Die Zahl derjenigen, die in diesem Jahr bislang Italien erreichten, liege aber in etwa auf dem Niveau der beiden vorangegangenen Jahre.

(reuters/me)