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Skandal
1MDB-Betrug: Gefängnis für malaysischen Whistleblower

Najib Razak: Der wohl grösste Kleptokrat Asiens. Keystone

Ein Abgeordneter in Malaysia hat Reportern Einblick in Ermittlungsakten im Korruptionsskandal um den Staatsfonds 1MDB gegeben. Nun muss er für 18 Monate hinter Gitter.

Veröffentlicht am 14.11.2016

Der Politiker Rafizi Ramli hatte laut Anklage eine Seite aus einem Ermittlungsbericht im Zusammenhang mit dem Fonds weitergereicht. Darum wurde er von einem Gericht für 18 Monate Gefängnis verknurrt. Er kann gegen das Urteil Berufung einlegen.

Human Rights Watch kritisierte die Verurteilung scharf. Damit sollten Whistleblower eingeschüchtert werden, um den Skandal totzuschweigen. Aus dem Fonds fehlen hunderte Millionen Dollar, Behörden von Singapur über die Schweiz bis in die USA ermitteln.

Staatsanwalt nach Razaks Gnaden

Regierungschef Najib Razak hat dementiert, dass hunderte Millionen dubioser Gelder auf seinen Konten aus dem Fonds stammten. Er feuerte den ermittelnden Staatsanwalt und setzte einen Nachfolger ein, der die Ermittlungen einstellte. Am Samstag ist eine Massendemonstration in der Hauptstadt Kuala Lumpur gegen Najib geplant.

(sda/chb)

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