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Terror
20 Tote in Burkina Faso - 126 Geiseln befreit

Brand in Burkina Faso: Mindestens 20 Menschen getötet. Keystone

Bei einem Anschlag in Burkina Faso auf ein beliebtes Hotel sind mindestens 20 Menschen getötet worden. 126 Geiseln wurden befreit. Unterdessen läuft ein Angriff auf ein zweites Hotel.

Veröffentlicht am 16.01.2016

In Burkina Fasos Hauptstadt Ouagadougou gehen die Terrorangriffe weiter. Während Sicherheitskräfte das von islamistischen Terroristen angegriffene Luxushotel gestürmt und 126 Geiseln befreit hatten, meldeten die Behörden einen zweiten Angriff auf ein Hotel.

Es gebe einen Angriff auf ein weiteres Hotel und dieser dauere noch an, sagte Innenminister Simon Compaoré am Samstagmorgen. Nähere Angaben zum Angriff auf das Hotel «Ybi» machte er nicht. Es liegt nahe des ersten Anschlagsziels.

126 Menschen in Sicherheit gebracht

Bei einer am Morgen vom Militär beendeten Attacke von Islamisten auf ein bei westlichen Ausländern beliebtes Hotel und ein nahegelegenes Restaurant waren in der Nacht mindestens 20 Menschen getötet worden.

Die Einsatzkräfte brachten insgesamt 126 Menschen aus dem Hotel in Sicherheit, wie Compaoré der Nachrichtenagentur AFP sagte. 33 von ihnen seien verletzt worden. Bei dem Einsatz wurden seinen Angaben zufolge zudem drei Angreifer getötet, ein Araber und zwei Schwarzafrikaner.

Bekenntnis von Al-Kaida

Die Angreifer waren am Freitagabend in das Hotel «Splendid» und das gegenüberliegende Restaurant «Cappuccino» in Ouagadougou eingedrungen. Das «Splendid» wird vor allem von Ausländern gebucht.

Zur dem Angriff auf das «Splendid» hatte sich die Terrorgruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb (Aqmi) bekannt. Aqmi hatte erst vor knapp zwei Monaten ein Hotel im benachbarten Mali angegriffen und 20 Menschen getötet.

Burkina Faso bislang recht sicher

Das westafrikanische Burkina Faso galt bislang als relativ sicheres Land. Der arme Binnenstaat grenzt allerdings an Mali, wo vor allem im nördlichen Sahara-Gebiet radikale Islamisten aktiv sind.

(sda/me)

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