Der Schweizer Auftritt an der Weltausstellung 2015 in Mailand darf 23,1 Millionen Franken kosten. Der Ständerat hat heute als Zweitrat den Verpflichtungskredit einstimmig gutgeheissen.

Die Eidgenossenschaft soll maximal 15 Millionen Franken beisteuern. Der Rest der Gelder - rund 8 Millionen Franken - soll aus der Privatwirtschaft sowie aus den Kantonen und Städten kommen.

Die Teilnahme der Schweiz an der Ausstellung war im Ständerat nicht umstritten. Eine Weltausstellung vor der eigenen Haustüre biete grosse Chancen für die Schweiz, lautete der Tenor. «Die Schweiz darf dort nicht fehlen», sagte Felix Gutzwiller (FDP/ZH) im Namen der vorberatenden Kommission. Aussenminister Didier Burkhalter bedankte sich für das Wohlwollen.

Türme mit Lebensmitteln

Die Weltausstellung in Mailand findet vom 1. Mai bis am 31. Oktober 2015 statt. Das Konzept für den Schweizer Pavillon trägt in Anlehnung an das Ausstellungsmotto «Den Planeten ernähren. Energie für das Leben.» den Namen «Confooderatio Helvetica».

Der Schweizer Pavillon wird aus bis zu 12 Meter hohen Türmen bestehen, die aus einer Plattform herausragen. Diese Türme werden mit Schweizer Nahrungsmitteln gefüllt sein. Die Besucher dürfen sich bedienen. Je mehr sie konsumieren, desto stärker senkt sich jedoch die Plattform. Damit soll die Endlichkeit der Lebensmittel dargestellt werden.

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Öffentlichen Verkehr integrieren

Die vorberatende Kommission des Ständerates hatte sich vom Konzept überzeugt gezeigt. Sie brachte allerdings den Wunsch an, dass der pädagogische Ansatz «nicht zu moralisierend» auf die Besucher wirken soll.

Die Räte haben zudem Motionen angenommen, welche den Bundesrat beauftragen, an der Expo die Schweizer Landwirtschaft zu präsentieren sowie den Tourismus und den öffentlichen Verkehr ins Konzept zu integrieren.

Die Organisatoren der Weltausstellung erwarten rund 20 Millionen Besucherinnen und Besucher, darunter 5 Millionen aus dem Ausland. Allein 2 Millionen sollen aus der Schweiz anreisen.

(jev/chb/sda)