Zehn Forschende von ETH und Universität Zürich (UZH) haben sich erfolgreich für den begehrten Advanced Grant des Europäischen Forschungsrates ERC beworben. Zwei Frauen und acht Männer erhalten für die nächsten fünf Jahre Forschungsbeiträge in der Höhe zwischen 2,5 Millionen bis 3,5 Millionen Euro.

Ausgezeichnet werden je eine Professorin der UZH und ETH sowie sechs ETH- und zwei Uniprofessoren, wie die beiden Hochschulen am Montag bekanntgaben. Gefördert werden unterschiedlichste Projekte aus den Bereichen Biologie, Physik, Chemie, Materialwissenschaft, Hirnforschung und Filmwissenschaft.

Starke ETH-Forscher

Je mit einem Advanced Grant ausgezeichnet werden die Mikrobiologin Julia Vorholt (ETH) und die Filmwissenschafterin Barbara Flückiger (UZH). Ebenfalls an der Uni Zürich arbeiten der Hirnforscher Fritjof Helmchen und der Neuropathologe Adriano Aguzzi.

Die weiteren Preisträger forschen und lehren alle an der ETH Zürich. Es sind dies: Ruedi Aebersold, Professor für Molekulare Systembiologie, Atac Imamoglu, Professor für Quantenelektronik, Jürg Leuthold, Professor am Institut für elektromagnetische Felder, Dario Neri, Professor für Biomakromoleküle, Dimos Poulikakos, Professor für Thermodynamik sowie Nicholas D. Spencer, Professor für Oberflächentechnik.

Anzeige

Ärger mit Europa

Mit dem ERC Advanced Grant werden ausschliesslich Projekte von Spitzenforschenden gefördert. Nach der Annahme der Masseneinwanderungsinitiative war die Schweiz vom Forschungsprogramm «Horizon 2020» und damit auch von den Beiträgen des Europäischen Forschungsrats ausgeschlossen worden.

Dies änderte sich im vergangenen September. Dank einer provisorischen Teilassoziierung können sich Schweizer Forschende vorerst bis Ende 2016 wieder um EU-Forschungsgelder bewerben.

(sda/ise)