Neue Züge und Infrastrukturausbauten sollen bis 2023 das Angebot der Waldenburgerbahn verbessern. Der Kanton Baselland und Bahn haben nun ein entsprechendes Investitionsprojekt über 270 Millionen Franken vorgestellt. Die auf 13,1 Kilometern zwischen Liestal und Waldenburg verkehrende Bahn ist die einzige öffentliche Bahn der Schweiz mit einer Spurweite von nur 75 Zentimetern.

Im Bezirk Waldenburg sei sie das tragende Element des öffentlichen Verkehrs, sagte die Baselbieter Bau- und Umweltschutzdirektorin Sabine Pegoraro vor den Medien. Infrastruktur und Züge seien allerdings in die Jahre gekommen. Die WB will daher in zwei Tranchen 14 neue Zugskompositionen beschaffen, die 2018 und 2020 in Betrieb gehen sollen. Gerechnet wird dafür mit Kosten zulasten der Bahn von etwa 70 Millionen Franken. Die Ausschreibung ist für 2014 geplant.

Haltestellen ausbauen

Die neuen Züge, ein möglichst guter Anschluss an die SBB in Liestal oder das Behindertengesetz und andere Vorgaben des Bundes erfordern indes auch Infrastrukturmassnahmen. So sollen Haltestellen und Doppelspurinseln auf der eingleisigen Strecke ausgebaut oder die Stromversorgung und Sicherheitsanlagen erneuert werden.

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Komplett neu- oder umgebaut werden soll der Bahnhof Waldenburg, wo sich Depots und Stellwerksanlagen der Waldenburgerbahn befinden. Kosten soll die gesamte Infastrukturerneuerung rund 200 Millionen Franken. An einen ersten Teil von 45 Millionen wird ein Bundesbeitrag von 15 Prozent erwartet; den Rest übernähme der Kanton.

Neue Bahninfrastrukturfinanzierung

Die ab 2017 anfallenden restlichen 155 Millionen Franken würden voraussichtlich unter die neue Bahninfrastrukturfinanzierung (FABI) fallen, die jedoch noch nicht unter Dach ist. Für einen Kantonsbeitrag bis zum Jahr 2016 will die Baudirektion nun dem Kantonsparlament noch bis Herbst 30 Millionen Franken beantragen.

(se/tno/sda)