Ein US-Bundesgericht in New York hat einen Mann aus Bangladesch wegen eines versuchten Bombenanschlags auf den New Yorker Ableger der Notenbank Federal Rerve Bank (Fed) zu 30 Jahren Haft verurteilt. Kasi Mohammad Reswanul Ahsan Nafis hatte sich im Prozess als schuldig im Sinne der Anklage bekannt, versucht zu haben, das Gebäude in Manhattan mit einer «Massenvernichtungswaffe» in die Luft zu sprengen. Der 22-Jährige zeigte sich reumütig und entschuldigte sich bei den Bewohnern New Yorks und den USA: «Ich schäme mich. Ich habe versucht, etwas Schreckliches zu tun.» Richterin Carol Amon sagte, sie werte seine Reue als echt. Als Höchststrafe hatte lebenslänglich gedroht.

Nafis war im Oktober 2012 verhaftet worden, nachdem das FBI ihm untauglichen Sprengstoff untergeschoben hatte. Nach Angaben der US-Behörden wollte der als Sympathisant der Extremistenorganisation Al-Kaida bezeichnete Attentäter die Fed mit einer 450-Kilogramm-Bombe in die Luft jagen. Ehe er sich auf die Fed festgelegt habe, habe der Mann auch ein Attentat auf die New Yorker Börse oder Präsident Barack Obama erwogen, hatte das Justizministerium damals erklärt. Nafis distanzierte sich inzwischen vom radikalen Islam.

Die Notenbank thront wie eine Festung aus Kalk- und Sandstein in Manhattan, steht angeblich auf einem der grössten Goldlager der Welt und ist eines der bestbewachten Gebäude in der Metropole.

(tke/chb/reuters)