Barack Obama traf mit seiner Familie am Dienstagabend in Berlin ein. Die blau-weiße Präsidentenmaschine mit dem Rufnamen Air Force One setzte gegen 20.20 Uhr auf dem Flughafen Tegel auf. Der US-Präsident wurde vom deutschen Ausenminister Guido Westerwelle auf dem Rollfeld begrüsst.

Für den Besuch Obamas gelten in Berlin strenge Sicherheitsvorschriften. Sein Hotel am Tiergarten ist abgeriegelt. Tausende Polizisten sind im Einsatz. DIe ganze Stadt fiebert auf den Besuch hin. Der offizielle Teil der knapp 26-stündigen Visite soll am Mittwochmorgen in Schloss Bellevue beginnen, wo Bundespräsident Joachim Gauck den Gast mit militärischen Ehren begrüsst.

Die Rede am Brandenburger Tor

Danach kommt Obama im Kanzleramt mit der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen. Themen des Gesprächs dürften die Lage in Syrien, die geplante transatlantische Freihandelszone und das umstrittene Internet-Überwachungsprogramm des US-Geheimdiensts sein.

Am Nachmittag hält der Präsident am Brandenburger Tor eine Rede, die an die legendäre Berliner Ansprache von John F. Kennedy vor fast genau 50 Jahren anknüpfen soll. Die zentrale Botschaft werde sein, dass die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts nur gemeinsam gemeistert werden könnten, sagte Obamas stellvertretender Sicherheitsberater Ben Rhodes am Dienstagabend. Konkret werde der US-Präsident auf die atomare Abrüstung und den Kampf gegen den Klimawandel eingehen. Auch die enge Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden zum Schutz vor Extremisten und die Stärkung demokratischer Grundwerte durch die westlichen Staaten würden eine Rolle spielen.

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(se/tkereuters/sda)