Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) zählte in den letzten 12 Monaten 4883 Beschwerden, von denen der grösste Teil von Privatpersonen kam, die sich als Opfer dubioser Geschäftspraktiken sahen. Grundlage ist das revidierte Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG), das seit dem 1. April 2012 in Kraft ist.

2920 Beschwerden, die seitdem eingegangen sind, betrafen Werbeanrufe, die Privatpersonen trotz des Sternchens im Telefonbuch erhielten. Gewinnversprechen mit Werbefahrten und Werbeanlässen lösten 667 Beschwerden aus und Adressbuchbetrug deren 580, wie das Seco mitteilte.

50 Unternehmen mahnte das Seco ab. Diese mussten antraben und ihre Geschäftspraktik erklären. Bei im Internet bezahlter Ware, die nicht geliefert wurde, forderte das Seco die Anbieter zur Lieferung der Produkte oder zur Rückzahlung der Zahlungen auf. In vielen Fällen hat die Abmahnung laut Seco Abhilfe geschaffen.

In 17 Fällen reichte das Seco Strafantrag wegen unlauteren Wettbewerbs ein. Zwei Fälle sind durch die kantonale Staatsanwaltschaft erledigt worden, ein Dossier ist wegen unbekannten Tätern im Fahndungsarchiv gelandet. Zahlreiche unlautere Geschäftspraktiken haben ihren Ursprung im Ausland.

(tke/chb/sda)