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Voraussage
70 Prozent der Städte rechnen 2015 mit Minus

Blick auf das Zürcher Niederdorf: Fast die Hälfte aller Schulden.   Keystone

Von den Schweizer Städten erwarten 70 Prozent, im Jahr 2015 rote Zahlen zu schreiben. Das ergab eine Umfrage des Städteverbandes. Der grösste Batzen geht dabei aber auf das Konto einer einzigen Stadt.

Veröffentlicht am 18.12.2014

Die Mehrheit der Schweizer Städte rechnet für nächstes Jahr mit roten Zahlen. In einer Umfrage des Städteverbandes gaben 70 Prozent der Städte an, für 2015 ein Defizit zu budgetieren.

Lediglich knapp ein Viertel der Städte rechnet mit einem Überschuss, wie der Schweizerische Städteverband am Donnerstag mitteilte. Sechs der 85 Städte, die an der Umfrage teilnahmen, gehen von einem ausgeglichenen Budget aus.

Hälfte des Defizits aus Zürich

Zusammengerechnet weisen die 85 Städte und städtischen Gemeinden einen budgetierten Fehlbetrag von 350 Millionen Franken aus, wie der Städteverband schreibt. Fast die Hälfte davon stammt allerdings von der Stadt Zürich: Diese budgetiert ein Defizit von 160 Millionen Franken.

Die Städte in der Westschweiz budgetieren weniger häufig rote Zahlen als jene in der Deutschschweiz: Mit einem Defizit rechnen in der Romandie rund 62 Prozent der Städte und städtischen Gemeinden, während es in der Deutschschweiz etwas mehr als 70 Prozent sind.

Grossstädte mehr im Minus

Auch zwischen grösseren und kleineren Städten zeigen sich Unterschiede: Während 64 Prozent der mittelgrossen Städte (zwischen 20‘000 und 50‘000 Einwohnern) von roten Zahlen ausgehen, sind es bei den Klein- wie auch bei den Grossstädten rund 70 Prozent.

Der Städteverband führte die Umfrage vom 4. November bis am 10. Dezember 2014 bei seinen Mitgliedern durch. Die Angaben beziehen sich laut Städteverband in den meisten Fällen auf das Budget, welche die Exekutive verabschiedet hatte. Von den insgesamt 130 Mitgliedern des Städteverbandes haben 85 den Fragebogen ausgefüllt.

(sda/me)

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