1. Home
  2. Politik
  3. 900 Verhaftungen in China wegen Fleischskandal

Falschdeklaration
900 Verhaftungen in China wegen Fleischskandal

Metzgerei: In China sind gar giftige Fleischprodukte in den Umlauf gekommen. (Bild. Keystone)

Weiterer Lebensmittelskandal in China. Teilweise wurde Ratten- oder Fuchsfleisch als Rind- oder Hammelfleisch deklariert.

Veröffentlicht am 03.05.2013

Im Kampf gegen falsch deklarierte, anderweitig manipulierte und teils gar giftige Fleischprodukte haben die chinesischen Behörden 900 Verdächtige festgenommen. Innerhalb von drei Monaten seien 382 Fälle von Unregelmässigkeiten auf dem Fleischmarkt aufgedeckt worden, teilte die Regierung Peking mit.

Teilweise wurde demnach Ratten- oder Fuchsfleisch als Rind- oder Hammelfleisch deklariert. In anderen Fällen sei Fleisch mit Wasser oder Chemikalien versetzt worden, hiess es. Auch sei «von Krankheitserregern befallenes, giftiges und gesundheitsschädliches Fleisch» gefunden worden.

Den Angaben der Regierung zufolge waren die Ermittlungen ins Rollen gekommen, nachdem im März in einem Fluss in Shanghai tausend Schweinekadaver geschwommen waren. Rund 20'000 Tonnen Fleisch wurden demnach beschlagnahmt.

In China gibt es immer wieder Lebensmittelskandale. Im Jahr 2008 etwa kamen durch Babymilchpulver, in das Melamin gemischt wurde, sechs Kinder ums Leben, 300'000 weitere wurden chronisch krank. Das Melamin war beigemischt worden, um einen höheren Proteingehalt vorzutäuschen. Die Chemikalie zur Herstellung von Plastik verwendet.

(tke/aho/sda)

Anzeige