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Doppelmoral
Abtreibungsgegner: Rücktritt wegen Abtreibung

Abtreibungsgegner: Rücktritt wegen Abtreibung
Tim Murphy: Nach Bekanntwerden seiner privaten Handlungen tritt der Kongressabgeordnete zuück. Keystone

Der Kongressabgeordnete Tim Murphy muss zurücktreten. Er hatte das verschärfte Abtreibungsgesetz mit verfasst, privat aber seine Geliebte zur Abtreibung aufgefordert.

Im US-Kongress ist ein entschiedener Abtreibungsgegner der Republikaner zurückgetreten, der seine Geliebte selbst um einen Schwangerschaftsabbruch gebeten hatte.

Der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, erklärte am Donnerstag, er habe ein entsprechendes Schreiben des Abgeordneten Tim Murphy (Pennsylvania) erhalten. Murphy habe sich entschieden, ein neues Kapitel seines Lebens aufzuschlagen, erklärte Ryan. Er unterstütze dies.

Pikante SMS

Nach Bekanntwerden der Affäre hatte Murphy zunächst geplant, nach Ablauf seiner Amtszeit 2018 nicht mehr anzutreten. Die Zeitung «Pittsburg Post-Gazette» hatte eine SMS der Geliebten Murphys an dessen Adresse veröffentlicht, in der sie ihm den Widerspruch zwischen öffentlich-politischer Position und privater Haltung vorhält.

Murphy ist Mitautor eines Gesetzes, das die Abtreibungsvorschriften in den USA verschärfen soll. Es passierte vor wenigen Tagen das Repräsentantenhaus.

(sda/me/cfr)

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