Die ägyptische Regierung will bis zum Ende des Jahres ein Abkommen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über Hilfen für die Wirtschaft des Landes erreichen. Das kündigte Ministerpräsident Hischam Kandil am Mittwoch nach einem Treffen mit IWF-Chefin Christine Lagarde an.

Seine Regierung habe dem IWF Vorschläge unterbreitet, wie das Haushaltsdefizit eingedämmt und Investitionen gefördert werden könnten. Laut einem Sprecher von Präsident Mohammed Mursi beantragt Ägypten einen Kredit über 4,8 Milliarden Dollar.

Auch interessant
 
 
 
 
 
 

Das Finanzministerium hatte vergangene Woche mitgeteilt, man verhandle über einen grösseren Kredit als bisher geplant. Die ägyptische Übergangsregierung hatte zunächst Hilfen über 3,2 Milliarden Dollar beantragt, die jedoch nicht zustande kamen.

Verschärfte Haushaltsprobleme

Während der eineinhalbjährigen politischen Unruhen nach dem Sturz von Präsident Husni Mubarak fanden mehrmals Verhandlungen über Nothilfen statt, allerdings ohne Erfolg.

Die Haushaltsprobleme des Landes haben sich seitdem verschärft. Der Besuch von IWF-Chefin Lagarde in Kairo könnte als Signal beider Seiten für eine lang erwartete Einigung gewertet werden.

(aho/laf/sda)