Japan hält aus Empörung über die Unesco wegen chinesischer Dokumente zum Massaker 1937 in Nanking Beitragszahlungen an die Uno-Organisation zurück. Das erklärte der japanische Aussenminister Fumio Kishida am Freitag laut Medienberichten.

China hatte der Unesco 2014 eigene Dokumente zu dem von der damaligen japanischen kaiserlichen Armee begangenen Massaker vorgelegt. Japan wirft der Unesco vor, diese Materialien in das Weltdokumentenerbe aufgenommen zu haben, ohne zuvor Japan konsultiert und die Gelegenheit gegeben zu haben, sie zu sichten.

Fehlende Aufarbeitung

Die Regierung des rechtskonservativen japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe bestreitet die Behauptung Chinas, es seien damals in Nanking mehr als 300'000 chinesische Zivilisten und Soldaten getötet worden. Die Schätzungen unter Historikern reichten von Zehntausenden bis zu 200'000 Toten.

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China wirft Japan immer wieder vor, seine eigene Kriegsvergangenheit reinwaschen zu wollen.

(sda/ise)