Der bei der Stichwahl um das Präsidentenamt unterlegene frühere afghanische Aussenminister Abdullah Abdullah erkennt das Wahlergebnis nicht an.

«Wir akzeptieren die heute verkündeten Resultate nicht und sehen dies als einen Putsch gegen die Stimmen des Volkes an», sagte Abdullahs Sprecher Mujib Rahman Rahimi. Zuvor hatte die Wahlkommission bekanntgegeben, dass der frühere Weltbank-Volkswirt Aschraf Ghani nach dem vorläufigen Ergebnis die Wahl um das höchste Staatsamt gewonnen habe.

Abdullah hat laut Auszählung 43,56 Prozent der Stimmen

Für ihn hätten 56,44 Prozent der Wahlberechtigten gestimmt, teilte die Wahlkommission IEC am Montag mit. Auf Abdullah seien 43,56 Prozent der Stimmen entfallen. In der ersten Runde hatte Abdullah noch deutlich vorne gelegen.

Auch die Wahlkommission betonte, vor einer Ausrufung Ghanis zum Sieger müssten zunächst die zahlreichen Beschwerden wegen Wahlbetrugs geprüft werden. Das amtliche Endergebnis soll am 22. Juli veröffentlicht werden.

(sda/me)